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Die Beratung der Familie, von Angehörigen und Freunden schließt folgende Teilschritte und Inhalte mit ein:
Informationsvermittlung:
Zu Beginn der Beratung ist es zunächst notwendig, über die jeweilige Kultideologie, die Manipulationstechniken und deren Wirkung, den jeweiligen kultspezifischen Tagesablauf, etc. zu informieren.
- Familientherapeutische Gespräche:
Inhalte der familientherapeutischen Gespräche sind z.B.:
- Bearbeitung des Verlusterlebnisses
- Akzeptanz der Kultmitgliedschaft als möglichen
Selbstverwirklichungsprozess der Person
- Aufdecken und Bearbeitung von Störungen der bisherigen Familieninteraktion und ihrer Kommunikationsstrukturen
- Beachtung individueller Probleme einzelner Familienmitglieder mit dem Kultmitglied
- Auflösung elterlicher Ängste und Unsicherheiten
- Erlernen von Strategien im Umgang mit Sorge, Wut, Eifersucht, Schmerz, Trauer und Schuld
- Analyse der Kommunikations- und Interaktionsstrukturen zwischen Kultmitglied und Familie etc.:
Dies beinhaltet eine Bestandsaufnahme, ein kritisches Hinterfragen sowie die Reflexion der Wirkung von konfrontativem Verhalten auf das Kultmitglied.
Viele Familien und Freunde haben durch schmerzhafte Erfahrungen gelernt, dass konfrontatives Verhalten die Kluft zum Kultmitglied nur vergrößert und keinen "Brückenbau" zulässt. Direkte Kritik veranlasst das Mitglied dazu, nicht nur negative Kulterfahrungen zu verschweigen, sondern auch subjektive Empfindungen zu verbergen.
- Erarbeitung alternativer Kommunikationsmuster und Verhaltensweisen:
Hier soll vermittelt werden, wie Angehörige die Qualität ihres Kontaktes zum Mitglied, mit Fokus auf die Vertrauensbildung verbessern können. Dies kann durch einen verständnis- und respektvollen Umgang, durch positive Bestätigungen und durch das Vermeiden ständig abwertender Äußerungen über den Kult erreicht werden.
Weiterhin durch die Aneignung einer interessierten, aufnahmebereiten, wenn auch weiterhin kritischen Haltung gegenüber der Kultmitgliedschaft.
Durch die Einübung verhaltens- und kommunikationstechnischer Alternativen werden Eltern und Freunde in die Lage versetzt, ihre Beziehung zum Kultmitglied auf gegenseitigen Respekt und Vertrauen aufzubauen, so dass schließlich selbst kritische Gedanken und Informationen mitgeteilt werden können.
Die Schaffung dieser neuen Vertrauensbasis erhöht die Bereitschaft des Kultmitglieds für ein Gespräch mit einem Ausstiegsberater.
- Kontinuierliche Begleitung:
Um einen anhaltenden Erfolg der Intervention zu gewährleisten, finden regelmäßige Rücksprachen und Reflexionen der erarbeiteten Verhaltensweisen und Strategien statt.
Um die Situation klar bewerten zu können, sollten neue Sachverhalte kurzfristig und vollständig mitgeteilt werden. So können Vorschläge unterbreitet und auf neue Entwicklungen eingegangen werden.
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